„Die politische Situation ist beängstigend“

20. März 2018

Interview mit Esther Bejarano

Die Mitgliederzeitschrift des FC ST.Pauli IM BLICKPUNKT hat uns freundlicherweise die Erlaubnis erzteilt, das Interview, dass Lennart Förster küzlich mit Esther Bejarano geführt hat, hier wieder zu geben. Herzlichen Dank an Lennart Förster auch für die Überlassung des Fotos! Hier nun das Interview:

Esther Bejarano / Foto: FC ST.Pauli – Lennart Förster

Esther Bejarano hat das Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau überlebt. Anlässlich des Holocaust-Gedenktages sprachen wir mit der 93-Jährigen über ihre Geschichte und ihr politisches Engagement in der heutigen Zeit.

Der 27. Januar ist der Tag der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz. Wann wurden Sie befreit?

Nach meiner Zeit in Auschwitz bin ich in das Konzentrationslager Ravensbrück gekommen. Gegen Ende des Krieges schickte man mich mit den anderen Inhaftierten auf den sogenannten Todesmarsch. Dort konnten insgesamt sieben Mädchen in einen Wald flüchten. Jede einzelne von uns hat sich hinter Bäumen versteckt und abgewartet. Interview weiter lesen

„luftruinen“-Festival für kulturelle Vielfalt

10. März 2018

Am Sonntag, den 25. März 2018 – 17:00h

Veranstaltungs-Flyer

Veranstaltungs-Flyer Lesebühne

Ort: Kulturkneipe F24, Frauenstr.24, Münster

Anlässliche des Internationalen Tages gegen Rassismus am 21.03.2018 laden wir vier Tage später wieder herzlich ein zur Lesebühne. Diesmal ganz ohne Eintritt!

Kein Podium der Menschenverachtung in Münster – Keine Diskussion mit der AfD auf dem Katholikentag in Münster

23. Februar 2018

Stellungnahme und Pressemitteilung der VVN-BdA Münster:

Der deutsche Katholikentag will einen Vertreter der AfD zu einer Podiumsdiskussion zum Katholikentag vom 9. bis 13. Mai 2018 in Münster einladen. Auf dem Katholikentag in Leipzig war die AfD noch ausgeschlossen. Damals schloss ZdK-Präsident Sternberg „angesichts der vielfach menschenverachtenden Thesen des AfD-Führungspersonals […] eine sachliche inhaltliche Auseinandersetzung“ mit dieser aus.[1]

Das wirf Fragen auf, wenn ZdK-Präsident Sternberg jetzt die AfD auf ein Podium des Katholikentages einlädt!

Hat sich etwa die AfD von ihren menschenverachtenden Thesen verabschiedet? Nein! Kann man jetzt sachlich-inhaltlich mit ihr diskutieren? Nein! Aber sie sitzt nun im Bundestag.

Dabei wirf die Argumentation des ZdK Fragen auf: Die Einladung erfolge nicht an die Partei, sondern an eine Einzelperson. Trotzdem wird argumentiert, dass jetzt ja die Partei AfD im Bundestag vertreten sei[2].

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Liste der 18 verstorbenen Zwangsarbeiter*innen im Lager „Waldfrieden“ in Münster-Hiltrup (1940 – 1945):

24. Dezember 2017

Im heutigen „Waldpark“ in Hiltrup Ost gibt es einen Gedenkstein für die Zwangsarbeiter*innen, die dort während der NS-Zeit interniert waren.
Der Gedenkstein hat folgende Inschrift:
In Erinnerung an die Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter, die hier in den Jahren 1940 – 1945, in der Zeit des Nationalsozialismus in Deutschland, gefangen waren.
Wir erinnern besonders an diejenigen Menschen, die Sklavenarbeit und unmenschliche Lebensbedingungen nicht überlebt haben.

Hier möchten wir nun namentlich an die verstorbenen Zwangsarbeiter*innen erinnern:

Gräber auf dem Friedhof an der Friedhofstraße in Münster-Hiltrup:

Hier befinden sich noch 11 Gräber von Zwangsarbeiter*innen. Sieben davon sind auf den Grabsteinen erwähnt (rot markiert). Die Schreibweise der Namen auf den Grabsteinen weicht teilweise etwas von den historischen Unterlagen (Geburtsurkunden etc.) ab. In eckiger Klammer stehen zusätzlich recherchierte Informationen bzw. Namensvarianten.

Nadja Baidakowa [UdSSR; geb. 1942, gest. 16.12.1943 (Kind)]
Wladimir [Wlasdimio] Baidakowa [UdSSR; geb. 1941, gest. 11.12.1943 (Kind)]
Saweli [Sawely] Brilew [UdSSR; geb. 1940, gest. 21.12.1945 (Kind)]
Leon Kremser (Polen) geb. 16.5.1919, gest. 9.5.1945
Tatjana Kowski
• Eugene Matifas
Antonia Patschowskaja [Patschkowskaja] [UdSSR; geb. 1941, gest. 02.01.1944 (Kind)]
Peter Sadkowski [Sadowski] [Polen; geb. 14.10.1911, gest. 19.2.1945
Josef Skrzyzinski [Skrzypinski] [Polen; geb. 04.12.1916 , gest. 9.3.1945]
• Bronislaw Sobczynski [Bronisław Sobczyńsk] [Polen; geb. 17.07.1914, gest. 11.02.1945]
• ein Pole ohne Papiere

Die Gräber von sieben weiteren verstorbenen Zwangsarbeitern wurden nach dem Krieg in ihre Heimatorte verlegt:

• Giuseppe Belluzzi
• Hubert Blondau
• Roland Pierre Camille deParis
• Gioconio Forlini
• Marcel Nicolle
• Jakob Overbeck
• Maurice Soucille

Hier noch der Hinweis auf das Gedenkensemble im heutigen Waldpark mit weiteren Informationen: Link zum Gedenkensemble

Es darf nicht sein

3. Dezember 2017

Ergänzung zur Pressemitteilung: „Keine Zukunft ohne Vergangenheit“ vom 19.11.2017 (s.u.).
Die VVN-BdA Münster sieht den Waldpark Hiltrup (ehemaliges NS-Zwangsarbeiter*innenlager Waldfrieden) als Bauplatz nicht geeignet. Hier der Bericht aus der Zeitung Hallo Münster Es darf nicht sein, Hallo-Münster (25.11.2017)

Gegen den AfD-Bundesparteitag in Hannover

24. November 2017

Am Samstag, den 2. Dezember 2017 – 07:00h

Ort: Blockaden rund um das Hannover Congress Centrum (HCC) /Ab 11:30h Gemeinsame Demo. Unsere Alternative heißt Solidarität!
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Verschwunden in Deutschland – Christliche Verantwortung heute

22. November 2017

Redebeiträge zum „Anderen Volkstrauertag“ 2017.

Am 19.11.2017 ab 15:30h gedachten wir in Hiltrup der Zwangsarbeiter*innen, die ihre Zeit im Hiltruper Lager „Waldfrieden“ nicht überlebt haben. Die Gedenkfeier begann mit einem Gedicht „Was euch durch uns geschah“ woraufhin Kaplan Britzwein ca. 25 Teilnehmer*innen begrüßen konnte. Es folgten verschiedene Redebeiträge und ein theologischer Impuls von Jo Riemann, unterbrochen von Liedern, die tweilweise Bezug zum NS-Widerstand hatten („Von guten Mächten“ von Dietrich Bonhoeffer (1903-1945). „Die Moorsoldaten“ aus dem KZ Börgermoor/Emsland):

Redebeitrag der VVN-BdA (Auszug aus gleichnamigem Buch):
„Verschwunden in Deutschland“
Redebeitrag des „Instituts für [Befreiungs-]Theologie und Politik“:
Menschen verschwinden auch heute noch
Redebeitrag des „Bündnis gegen Abschiebung“:
Fluchterfahrungen heute

Bevor wir die Gräber der Zwangsarbeiter*innen besuchten, um dort Blumen und Kerzen abzulegen, brachte eine ältere Teilnehmerin ihre Empörung über den Einzug der AfD zum Ausdruck. „1945 gab es den Schwur von Buchenwald. Warum haben wir aus der Vergangenheit nichts gelernt?“

Keine Zukunft ohne Vergangenheit

19. November 2017

Pressemitteilung

VVN-BdA Münster fordert Erhalt und Sicherung der Überreste des NS-Zwangsarbeiterlagers Waldfrieden und einen Ausbau des Gedenk- und Erinnerungsaspekts im Waldpark Hiltrup.
Die VVN-BdA Münster sieht den Wunsch das Waldparkgelände in Hiltrup zu bebauen kritisch. Auch wenn nur eine Teilfläche bebaut würde, bedeutet dies entweder eine Zerstörung oder mindestens die Verdeckung der Zeugnisse von NS-Diktatur, Krieg und Zwangsarbeit. Keine Zukunft ohne Vergangenheit weiterlesen »

Einladung zum „Alternativen Volkstrauertag“

15. November 2017

Gedenkandacht und Besuch der Gräber

Am Sonntag, den 19. November 2017 – 15:30h

Ort: Alte (kleine) Clemenskirche, An der alten Kirche 1, Münster-Hiltrup

Seit 11 Jahren beteiligt sich die VVN-BdA Münster an einem Gedenken für Zwangsarbeiter*innen in Hiltrup:

In diesem Jahr steht unser Gedenken unter der Überschrift „Verschwunden in Deutschland“ – Christliche Verantwortung heute. Es soll um die Lebensumfelder gehen in denen die Menschen lebten, bevor sie in unsere Land deportiert wurden. Auch heute gibt es Menschen, die nicht freiwillig ihr Land verlassen haben und zu uns gekommen sind. Wir wollen dem Gedanken nachgehen, ob es weitere Parallelen gibt und welche Verantwortung uns daraus erwächst. Auch nennen wir die Namen derer, die vor über 72 Jahren in Hiltruper Lager umgekommen sind.
Wir laden euch ein: Kommt, beteiligt euch an diesem „Alternativen Volkstrauertag“ in Hiltrup!

Anschließend besuchen wir die Gräber der Zwangsarbeiter_innen auf dem Friedhof um dort Blumen niederzulegen.

Es lädt ein der Ökumenische Kreis für Frieden und Gerechtigkeit, den es seit 1981 gibt.

Was geschah am 14. August 1942?

10. November 2017

Ein Ausstellungsstück ist ein nachgebauter Galgen, den Marc Elbers von den Technischen Betrieben gebaut hat. Mit ihm soll an die Hinrichtung von Franciszek Banaś und Wacław Ceglewski erinnert werden. Foto: Monika Gerharz, Grevener Zeitung

Hinweis und Einladung zur Ausstellung der Auszubildenden der Stadt Greven

Briefe an Franciszek und Wacław

Flyer zur Ausstellung

Ausstellung von Montag, dem 06. November bis Freitag, dem 24. November 2017

Ort: Sitzungsgstrakt des Rathauses Greven, Rathausstraße 6, 48268 Greven (frei zugänglich zu den Öffnungszeiten des Rathauses).

„Wir können es nicht verstehen. Aber wir können und wir müssen verstehen, woher es entsteht, und wir müssen wachsam bleiben.“ (Primo Levi, Überlebender des Holocaust)

Die Ausstellung erinnert an Franciszek Banaś und Wacław Ceglewski, die am 14. August 1942 in Greven wegen „verbotenen Umgangs“ mit deutschen Frauen erhängt worden sind.
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