Gesundheit im NS und heute

23. Oktober 2020

Einladung zum Gedenken an die Zwangsarbeiter*innen und zum Besuch der Gräber

Am Sonntag, den 15. November 2020 – 15:30h

Ort: Alter Friedhof in Münster-Hiltrup, Westfalenstraße (Parkplatz)

Auch in diesem Jahr soll es wieder ein ökumenisches Gedenken für die Zwangsarbeiter*innen in Hiltrup geben. Wegen Corona können wir uns aber nicht wie in den letzten Jahren in der alten St. Clemenskirche treffen, sondern werden die Beiträge zum Gedenken vorher aufzeichnen. In Anlehnung an die schwierige Situation in diesem Jahr soll das Thema „Gesundheit im Nationalsozialismus und heute“ lauten. Alle Beiträge können dann am Sonntag auf dieser Seite angeschaut werden.

Wir wollen aber auch wieder zu den Gräbern der Zwangsarbeiter*innen gehen, die in Hiltrup begraben liegen, und dort Blumen und Kerzen ablegen. Wer sich daran beteiligen möchte, ist herzlich eingeladen, am Sonntag um 15:30 Uhr zum Friedhof zu kommen. Wir treffen uns ‚auf Abstand‘ auf dem Parkplatz an der Westfalenstraße und gehen dann gemeinsam zu den Gräbern.

Kein OB für Münster mit den Stimmen der AfD!

22. September 2020

*Pressemitteilung*

Sehr geehrte Damen und Herren,

erfreulicherweise haben zahlreiche Kandidat*innen für den Stadtrat und das OB-Amt die „Münsteraner Erklärung gegen Rechts“ unterschrieben und sich im Wahlkampf klar gegen die AfD ausgesprochen.  

Sie sind sich einig: Eine Partei, deren Programm aus Rassismus, Nationalismus, Menschenverachtung und sozialer Ausgrenzung besteht, darf nicht als demokratische oder diskursfähige Partei angesehen und behandelt werden.  

Nun kommt es am 27. September in unserer Stadt zu einer Stichwahl um das Amt des Oberbürgermeisters. Während der eine der beiden Kandidaten, Herr Todeskino, die Münsteraner Erklärung mit initiiert und unterschrieben hat, hat sich der andere Kandidat und amtierende Oberbürgermeister, Herr Lewe, dagegen entschieden, sich so von der AfD abzugrenzen.  

Während des Wahlkampfs hat die rechtsextremistische AfD zur Wahl von Herrn Lewe aufgerufen – auch hier bleibt Herr Lewe bis heute eine eindeutige Distanzierung schuldig und sieht offenbar kein Problem darin, sich mit den Stimmen des extrem rechten Randes zum Oberbürgermeister wählen zu lassen. Das erinnert stark an die Vorkommnisse im Thüringer Landtag von Februar diesen Jahres – die dort erfolgte Ministerpräsidentenwahl mit AfD-Stimmen wurde von allen demokratischen Münsteraner Parteien kritisiert und abgelehnt. Sieben Monate später soll nun das höchste Amt der Stadt Münster mit den Stimmen der Anhängerschaft eben jener, im Februar so scharf kritisierten, AfD gestützt werden?  

Die VVN/BdA als älteste antifaschistische Organisation der Bundesrepublik Deutschland erwartet eine Stellungnahme allen demokratischen Parteien in dieser Sache und eine Antwort auf die folgende Frage: Wie kann wirkungsvoll verhindert werden, dass extrem rechte Wähler*innen diese Wahl entscheiden bzw. den entscheidenden Ausschlag geben könnten?  

Mit freundlichen Grüßen

Detlef Lorber

VVN/BdA Münster

Gedenken an die Hinrichtung von Franciszek Banaś und Wacław Ceglewski

13. August 2020

Bericht in der WN Greven: https://www.wn.de/Muensterland/Kreis-Steinfurt/Greven/4253458-Gedenken-an-Hinrichtung-polnischer-Zwangsarbeiter-in-den-Bockholter-Bergen-vor-78-Jahren-Ihr-Schicksal-darf-nicht-in-Vergessenheit-geraten

Die VVN-BdA Münster gedenkt auch in diesem Jahr anlässlich des 78. Jahrestages der Hinrichtung gemeinsam mit Bündnis 90/Die Grünen (Ortsverband Greven) an der Gedenkstätte in den Bockholter Bergen den beiden NS-Opfern.

Am 14. August 1942 wurden die beiden Polen Franciszek Banaś und Wacław Ceglewski in den Bockholter Bergen bei Greven (Münsterland) hingerichtet. Sie gehörten zu den mehreren Millionen im Deutschen Reich während des Zweiten Weltkriegs zwangsweise zur Arbeit eingesetzten Kriegsgefangenen und ausländischen „ZivilarbeiterInnen“.

Bedingt durch die Corona-Pandemie wird die Gedenkveranstaltung nur in kleinem Kreise durchgeführt. Die einzelnen Redebeiträge und die Kranzniederlegung werden per Video dokumentiert und sind bei Münster Tube (https://www.youtube.com/channel/UCmebupCownKgBGJoDo7) zu sehen.

Wir würden uns darüber freuen, wenn der beiden NS-Opfer virtuell gedacht und das diesjährige Gedenken im Netz verbreitet würde.

Zur Geschichte der beiden ermordeten polnischen Zwangsarbeiter siehe die Beiträge von Christoph Leclaire in den vom Stadtarchiv Greven herausgegeben „Grevener Geschichtsblättern“ Nr. 7 u. 8 sowie seinen anlässlich des 75. Jahrestages erschienenen Gedenkbeitrag: https://nrw-archiv.vvn-bda.de/texte/1820_greven.htm

Neue Ausgabe „antenne antifa“ ab nächster Woche online: Militärdenkmäler in Münster, Erfolgreiche Versammlung vor der Paul-Wulf-Skulptur, Schriftstellerverband PEN solidarisiert sich mit der VVN.

13. August 2020

  • Neue Radiosendung vom 11. Auguast 2020 ist online mit folgenden Themen:
  • Militärdenkmäler in Münster: Das Traindenkmal wurde mit Farbe beschmiert. Was ist der Hintergrund und die Geschichte dieses Denkmals? Es gibt eine länger andauernde Diskussion zum Umgang mit den Kriegerdenkmälern, die einfach noch weiter geführt werden muss und nicht jede kleine Änderung darf mit dem Denkmalschutz verhindert werden.
  • Erfolgreiche Versammlung vor der Paul-Wulf-Skulptur am 25.07.2020. Corona-Leugner wollten an der Skulptur Station machen und die Person Paul Wulf für ihre wirre Argumentation missbrauchen. Der Platz war belegt und die Corona-Leugner fuhren weiter mit ihren Rädern.
  • Der Schriftstellerverband PEN Deutschland hat sich wegen des Entzuges der Gemeinnützigkeit mit der VVN-BdA solidarisiert.
  • Interne AfD-Querelen: Ein Kandidat aus der Liste zur Kommunalwahl in Münster sollte wegen „rechtsextremer Verbindungen“ zurückgezogen werden. Das hätte ein Aus für die gesamte Liste bedeutet. Das Ganze ist Ausdruck des internen Machtkampfs zwischen dem Stadt-, Bezirks- und Landesverbands der AfD.

https://www.muenster.org/medienforum/aktuelles/militaerdenkmaeler-corona-leugner-und-afd-querelen

Neue Ausgabe „antenne antifa“ online: AfD für Lewe, Oktoberfest-Attentat, Racial Profiling-Studie …

15. Juli 2020

Unsere neue Radiosendung vom 14. Juli 2020 ist online mit folgenden Themen:

  • Bei der Kommunalwahl am 13.09.2020 ruft die AfD dazu, auf den OB Markus Lewe wiederzuwählen. Wie ist das zu bewerten?
  • Die gerade erst wieder aufgenommen Ermittlungen zum Oktoberfest-Attentat wurden eingestellt. Dieses Attentat ist das schlimmste rechtsterroristische Attentat in der Geschichte der Bundesrepublik mit 13 Toten und 200 Verletzten.
  • Der Einspruch beim Berliner Finanzamt gegen den Entzug der Gemeinnützigkeit für die Bundesvereinigung der VVN-BdA wurde abgelehnt. Was sind die Folgen für die Arbeit der VVN-BdA auch hier vor Ort in Münster?
  • Die Durchführung einer Racial-Profiling-Studie wurde vom Bundes-Innenminister Seehofer abgelehnt. Es gibt erste Reaktionen, vor allem von der Gewerkschaft der Polizei.

https://www.nrwision.de/mediathek/antenne-antifa-kommunalwahl-2020-oktoberfest-attentat-1980-ablehnung-rassismus-studie-200713/

Neue Ausgabe „antenne antifa“ online: Protest gegen AfD in Münster, Mord an George Floyd

20. Juni 2020

, , , , ,

Unsere neue Radiosendung vom 9. Juni 2020 ist online.

Diesmal im Programm:

Ende Mai fand die Aufstellungsversammlung der AfD in Münster statt. In der Stadthalle Hiltrup wollte der Kreisverband der Partei die Kandidat*innen für die Kommunalwahl in NRW 2020 wählen. Dagegen hatte das Bündnis „Keinen Meter den Nazis“ in Münster zum Protest aufgerufen. In „antenne antifa“ gehen Carsten Peters und Detlef Lorber auf die Proteste ein. Sie sprechen auch über den Jahrestag des Mordes an Walter Lübcke. Der CDU-Politiker aus Hessen wurde wegen seines Engagements für Geflüchtete von einem Rechtsextremisten ermordet. Außerdem: Der Afroamerikaner George Floyd kam bei einer gewaltsamen Festnahme in Minneapolis im US-Bundesstaat Minnesota ums Leben. Und: Carsten und Detlef unterhalten sich auch über Proteste von Corona-Leugnern in Münster.

https://www.nrwision.de/mediathek/antenne-antifa-protest-gegen-afd-mord-an-walter-luebcke-jaehrt-sich-todesfall-george-floyd-200618/

„Münsteraner Erklärung gegen rechts“: Klare Abgrenzung der demokratischen Parteien von AfD gefordert

20. Juni 2020

, , , ,

Das Bündnis „Keinen Meter den Nazis Münster“ fordert in einer Pressemitteilung, dass sich alle demokratischen Parteien in Münster der „Münsteraner Erklärung gegen rechts“ anschließen. In der Erklärung hatten bisher nur die Oberbürgermeisterkandidat*innen von Die Grünen/GAL, SPD, Die Linke, ÖDP und Liste „Münster ist bunt“ dazu bekannt, nicht mit der extrem rechten sich ein Podium zu teilen: „Diese Übereinkunft schließt für uns aus, an einer Podiumsdiskussion teilzunehmen, an der mögliche AfD-Kandidaten beteiligt sind“, so die OB-Kandidat*innen. „Damit möchten wir ein Zeichen setzen, dass der OB-Wahlkampf in Münster keine Bühne für die Verbreitung von Hass, Hetze und Rassismus wird“

CDU und FDP hatten die Erklärung nicht unterzeichnet. Oberbürgermeister Markus Lewe erklärte, dass es ja keine*n OB-Kandidat*in der AfD gäbe, das Problem also nicht existent ist (was sich inzwischen ändern wird). Die FDP sieht es dagegen als richtig an, sich der Diskussion zu stellen: FDP-OB-Kandidat Berens hält es für erforderlich, dass sich die Oberbürgermeisterkandidat*innen allen Diskussionen stellen, auch einer möglichen Diskussion mit AfD-Vertreter*innen.

Nachdem bekannt wurde, dass ein AfD-Kandidat neonazistische Facebook-Posts von „Der III. Weg“ und der „Identitären Bewegung“ teilt und zur Gewalt gegen politische Gegner*innen aufruft, bekräftigte das Bündnis „Keinen Meter den Nazis Münster“ die Forderung, dass jetzt alle Parteien mitmachen sollen.

Siehe auch:

Neonazistische Äußerungen bei der AfD Münster – wir fordern eine klare Abgrenzung der demokratischen Parteien und die Unterzeichnung der „Münsteraner Erklärung gegen rechts“

Anfang der Woche wurde bekannt, dass ein Kandidat der „Alternative für Deutschland“ für die Kommunalwahl 2020 in Münster offen neonazistische und gewaltbefürwortende Beiträge auf Facebook veröffentlicht hatte. Das Bündnis „Keinen Meter den Nazis” aus Münster fordert nun alle demokratischen Parteien auf, sich der „Münsteraner Erklärung“ anzuschließen und an keinen Veranstaltungen mit der extrem rechten “Alternative für Deutschland” mehr teilzunehmen.

Neonazistische Äußerungen bei der AfD Münster – wir fordern eine klare Abgrenzung der demokratischen Parteien und die Unterzeichnung der „Münsteraner Erklärung gegen rechts“

Pressemitteilung: Münsteraner AfD-Kandidat für Kommunalwahl teilt offen neonazistische Inhalte

Am 30.05.2020 hatte sich der Kreisverband Münster der „Alternative für Deutschland“ in der Stadthalle Hiltrup für den Kommunalwahlkampf in Münster aufgestellt. Recherchen der „Antifaschistischen Linken Münster“ belegen nun, dass ein Listenkandidat der AfD offen neonazistische Inhalte teilt und zur Gewalt gegen politische Gegner*innen aufruft.

Pressemitteilung: Münsteraner AfD-Kandidat für Kommunalwahl teilt offen neonazistische Inhalte

 

Münster: „I can’t breathe!“

7. Juni 2020

, , ,

Über die tolle antirassistische Kundgebung am 6. Juni 2020 auf dem Schlossplatz berichtet r-mediabase:

Münster: „I can’t breathe!“

Am Samstag, den 6. Juni 2020, versammelten sich über 3.000 Menschen auf Münsters Schlossplatz, um dem ermordeten Afroamerikaner George Floyd und allen, die von rassistischer Gewalt betroffen sind, zu gedenken. Die Kundgebung begann mit einer exakt 8:46 Minuten langen Gedenkminute. Es war mucksmäuschenstill, alle hatten die rechte Faust, das Zeichen der Black-Lives-Matter-Bewegung nach oben gestreckt. Diese 8:46 Minuten hatte es gedauert, bis das Leben den Körper von George Floyd verlassen hat. So lange haben die Cops in Minnesota, die Mörder von George Floyd, nicht von ihm gelassen.

Münster: „I can’t breathe!“

„May-Ayim-Platz“: Umbenennung der „Danziger Freiheit“ gefordert

7. Juni 2020

, , ,

Über die Forderung der Münsterschen Kommunalwahlliste „Münster ist bunt und international“ die „Danziger Freiheit“ umzubenennen berichtet r-mediabase:

„May-Ayim-Platz“: Umbenennung der „Danziger Freiheit“ gefordert

Münster. Kurz vorher gab es noch einen heftigen Regenschauer: Trotzdem kamen mehr als die 25 am Samstagmorgen, den 6. Juni 2020, zur Bushaltestelle „Danziger Freiheit“, um öffentlich die Umbenennung der Haltestelle und des Platzes in May-Ayim-Platz zu fordern. Mit einem Bürgerantrag an die Bezirksvertretung Münster-Mitte verlangen die Unterzeichner*innen die Umbenennung der Endhaltestelle der Linie 2 der Münsteraner Stadtwerke.

„May-Ayim-Platz“: Umbenennung der „Danziger Freiheit“ gefordert

Mit ohne Masken gegen die Maskendiktatur

7. Juni 2020

, , ,

Über die Gegenaktionen der Verschwörungsschwurbler berichtet r-mediabase:

Mit ohne Masken gegen die Maskendiktatur

Münster. Schon circa einen Monat lang demonstrieren Lockdown-Gegner*innen in Münster gegen die Corona-Beschränkungen und für die „Grundrechte“. Nach ihrer Ansicht war das wohl alles Fake. Es würde eine Diktatur errichtet werden. Dass die meisten Beschränkungen und Grundrechtseinschränkungen inzwischen aufgehoben sind, haben sie nicht so richtig mitbekommen.

Mit ohne Masken gegen die Maskendiktatur

Ältere Nachrichten ·