Stoßlüften und frischer Wind für kulturelle Vielfalt gegen Rassismus

8. März 2017

Das 3. “luftruinen”-Festival für kulturelle Vielfalt gegen Rassismus

Zum Internationalen Tag gegen Rassismus am 21. März

Am Samstag/Sonntag, den 24. +25. März 2017 – jeweils ab 19:00h

Ort: Kulturkneipe F24, Frauenstraße 24, Münster. Eintritt: 5 Euro

Das Programm (Änderungen vorbehalten):

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Freitag, 24. März 2017, ab 19 Uhr:
- 19.00: Morina Miconnet
- 19.30: Johnny Ketzel und die Schliesser
- 20.00: HonigMut
- 20.30: Sybille Lengauer
Pause: 20.50 bis 21.00 Uhr
- 21.00: Hanna Meyerholz und Phil Wood
- 21.30: Kaum Jemand und Anja Kreysing
- 22.00: Andi Substanz
Samstag, 25. März 2017, ab 19 Uhr:
- 19.00: Stereo
- 19.30: Safiye Can
- 20.00: Ralf Burnicki
- 20.30: Kaum ein Vogel
Pause: 21.00 bis 21.15 Uhr
- 21.15: Pit Budde
- 21.45: Marian Heuser
- 22.15: Don Simon und das Monopol.
Veranstalter sind die Literaturzeitschrift “luftruinen – flugschriften für freigeistkultur” (luftruinen.blogsport.de), die Kreisvereinigung Münster der VVN-BdA (Vereinigung der Verfolgten des Nazi-Regimes) und der Kulturverein Frauenstrasse 24 e.V.
Kooperationspartner ist die Culture Corner. Das Festival wird freundlich unterstützt vom Kulturamt der Stadt Münster und dem AStA der Universität Münster.
Die Eintrittskarten kosten pro Abend 5 Euro, ermäßigt 3 Euro. Es gibt auch die Möglichkeit, ein Kombiticket zu erwerben: 8 Euro, ermäßigt 5 Euro. Die Karten sind in der Frauenstrasse 24 erhältlich (Vorverkauf und Abendkasse).
Leider erfolgten erst nach Drucklegung der Flyer und Plakate 2 Absagen: von Martin Baxmeyer und Stella Haastrup.

FreeDeniz – Fahrradkorso für die Pressefreiheit

7. März 2017

Freiheit für Deniz Yücel und alle inhaftierten Journalist*innen!

Am Freitag, den 10. März 2017 um 15:30h

Start: Rathaus/Prinzipalmarkt Münster

Plakat Fahrradkorso

Plakat Fahrradkorso

Derzeit sind 153 JournalistInnen und tausende KritikerInnen des autokratischen Erdoğan-Regimes in der Türkei inhaftiert. Seit dem 17. Februar sitzt auch der Journalist Deniz Yücel im Gefängnis. Der 1973 in Flörsheim am Main geborene Türkei-Korrespondent der WeltN24-Gruppe ist ein Opfer der gegen kritische Journalist*innen gerichteten Unterdrückungspolitik in der Türkei. Ihm werden Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung, Datenmissbrauch und Terrorpropaganda vorgeworfen. Wer die kritischen Artikel des ehemaligen taz-Redakteurs gelesen hat, weiß, dass er eine hervorragende journalistische Arbeit gemacht hat und die Vorwürfe gegen ihn absurd sind. Es geht dem türkischen Staat darum, eine weitere kritische Stimme zum Schweigen zu bringen, um ungehindert von Gegenöffentlichkeit Erdoğans Präsidialdiktatur durchzusetzen. Wer sich, wie Yücel, mit kriminalisierten JournalistInnen solidarisiert und darauf hinweist, dass die Türkei in der von „Reporter ohne Grenzen“ veröffentlichten Liste der Pressefreiheit weltweit auf Platz 159 steht, lebt gefährlich.

Solidarität

In Berlin, Frankfurt, Wien und anderen Städten fanden in den letzten Tagen Autokorsos für Deniz Yücel und alle in der Türkei inhaftierten JournalistInnen statt. In Münster machen wir nun am 10. März den ersten #FreeDeniz-Fahrradkorso. Die Auftaktkundgebung beginnt um 15:30 Uhr am Rathaus. Beteiligt Euch bitte an den Protesten. Wir fordern die Freilassung von Deniz Yücel und allen anderen inhaftierten JournalistInnen. Pressefreiheit ist ein Menschenrecht.

Dr. Bernd Drücke (FreeDeniz-Bündnis Münster)

Weitere INFOS

Kontakt: FreeDeniz-Bündnis, c/o Redaktion Graswurzelrevolution, Breul 43, 48143 Münster. Tel.: 0251/4829057, redaktion@graswurzel.net

Lachen gegen Vorurteile

10. Februar 2017

Kennt ihr schon Abdul Abassi und Alaa Faham?

Auf ihrem Youtube-Kanal “German Lifestyle” nehmen zwei junge Syrer Stereotype und Missverständnisse zwischen Deutschen und Flüchtlingen aufs Korn. Kostprobe gefällig: Wenn dein Freund dir was zum Essen anbietet oder hier

Zeitzeugen-Café in Münster

29. Januar 2017

Einmal im Monat organisiert die VVN-BdA Münster ein Café für NS-Verfolgte im Paul-Gerhard-Haus. Hier ein Bericht darüber.

Kundgebung gegen die AfD

24. Januar 2017

Am 10.02.2017 will die „Alternative für Deutschland“ (AfD) im Festsaal des Münsteraner Rathauses ihren Neujahrsempfang feiern. Als Redner_innen geladen sind unter anderem Frauke Petry, Bundessprecherin der AfD, und Marcus Pretzell, ihr Lebensgefährte und Landesvorsitzender der Partei in NRW. Darum wollen uns möglichst viel Platz des öffentlichen Raumes nehmen und den Protest lautstark zur AfD tragen.

Am Freitag, den 10. Februar 2017 ab 17:30h

organisiert das Keinen-Meter-Bündnis am Prinzipalmarkt – direkt vor dem Rathaus – eine Kundgebung gegen die AfD. Hier geht’s zum Aufruf.

Keinen Meter dem Rassismus – gemeinsam gegen Nationalismus und soziale Ausgrenzung!

“Dass das heute noch immer so ist”

24. Dezember 2016

Film ...dass das heute noch immer so ist.inddKontinuitäten der Ausgrenzung

Filmvorführung der VVN-BdA Münster mit dem Cinema

Am Sonntag, den 29. Januar 2017 – 18:00h

Ort: Cinema, Warendorfer Straße 45-47, Münster.

Film-Plakat: Dass das heute noch immer so ist

Der Dokumentarfilm schildert exemplarisch die Geschichte von Stigmatisierung  und Verfolgung sogenannter Asozialer im Nationalsozialismus. Maria Potrzeba wurde am 1. April 1927 in Asbeck im Münsterland geboren. Mit zwölf Jahren wurde sie Vollwaise und versorgte von da ab auch ihre beiden jüngeren Geschwister. Durch Verleumdung und eine Intrige wurde die freundschaftliche Beziehung zu den beiden polnischen Zwangsarbeitern Florian Sp. und Josef G. von der Gestapo als Liebschaft deklariert. Maria Potrzeba wurde durch Schläge und Einschüchterung gezwungen, ein vorgefertigtes “Geständnis“ zu unterschreiben. Sie wurde verhaftet. Die beiden Zwangsarbeiter öffentlich gehängt. Danach wurde sie in das Jugendkonzentrationslager Uckermark eingeliefert. Sie war zu diesem Zeitpunkt 14 Jahre alt. Maria leidet bis heute unter der Verfolgung. Wie in allen Familien gibt es auch in ihrer Familie generationsübergreifende Auswirkungen der Verfolgungsgeschichte. In Interviewsequenzen erzählen Nichten und Neffen, wie sie von der Verfolgung ihrer Tante erfahren haben und was diese Geschichte für sie bedeutet. In vielen deutschen Orten gibt es vermutlich ähnliche Geschichten der Verfolgung und Ausgrenzung. In Marias Heimatort Asbeck wird sich seit Jahren um eine Aufarbeitung der Geschichte bemüht.

Anschl. Gespräch mit Regisseurin Heike Rode

Veranstalter: VVN-BdA Münster mit Unterstützung des AStA-Frauenreferats und „Die Linse e.V.“.

Weitere Infos: Hier

“Wir sind Juden aus Breslau”

24. Dezember 2016

Filmvorführung und Gespräch

Am Sonntag, den 22. Januar 2017 – 17:00h

Ort: Cinema, Warendorfer Straße 45-47, Münster.
Anschl. Gespräch mit Regisseur Dirk Szuszies
Nähere Infos: Hier

“Dass Auschwitz nicht noch einmal sei”

29. November 2016

Am Dienstag, den 8. November 2016 brachten wir auf Antenne Antifa eine Wiederholung des Features

Der 9. November 1938 in Münster

Die Reichsprogromnacht 1938 in Münster und ihre Folgen
Produziert von: Jugendgeschichtswerkstatt Münster (2010)
Hier findet ihr das Feature zum Nachhören: Soundcloud

Mehr Informationen und die Fassung der Erstausstrahlung am 9. November 2010 findet ihr auf der Webseite der Jugendgeschichtswerkstatt Münster.

Flüchtlinge 1933 und heute

22. November 2016

Am Sonntag, den 13. November 2016 fand um 15:30h als “alternativer Volkstrauertag” eine Gedenkveranstaltung für die in der NS-Zeit umgekommenen Zwangsarbeiter*innen in MS-Hiltrup statt. Hier möchten wir zwei der Redebeiträge zum Thema Flucht wieder geben.

Zunächst der Redebeitrag der VVN-BdA zu den Flüchtlingen, die ab 1933 vor den Nazis fliehen mussten.
Als zweites folgt der Redebeitrag des Bündnisses gegen Abschiebungen in Münster.

Durch die Nazis ausgelöste Fluchtbewegungen

Unser Hauptthema ist heute Flucht und Vertreibung von 1933-45. Hierzu möchte ich aus dem Leben eines Mitglieds meiner Organisation, der VVN-BdA, berichten. Leider ist er schon am 29. Oktober 2006 verstorben.

Peter Gingold wurde am 8.03.1916 in Aschaffenburg in einem jüdischen Elternhaus geboren. Er wurde 1931 Mitglied im Kommunistischen Jugendverband Deutschlands. Seine Familie emigrierte im Mai 1933 nach der Machtergreifung der Nazis nach Frankreich. Er folgte im Herbst 1933.
Sie flohen vor Terror und Verfolgung wie es heute immer noch viel zu vielen Menschen ergeht.

Damals mussten aus Deutschland viele Millionen Menschen fliehen. Sie wurden aufgrund ihres Glaubens, ihrer sexuellen Orientierung, ihrer Abstammung und/oder ihrer Weltanschauung verfolgt und terrorisiert.
Nach der Besetzung der (ost-)europäischen Länder durch deutsche Soldaten nach 1939 mussten noch viel mehr Menschen diesen Terror erleiden. Auch die Menschen derer wir heute hier gedenken. Flüchtlinge 1933 und heute weiterlesen »

Einladung zum „Alternativen Volkstrauertag“!

19. September 2016

Gedenkandacht und Besuch der Gräber

Am Sonntag, den 13. November 2016 – 15:30h

Ort: Alte (kleine) Clemenskirche, An der alten Kirche 1, Münster-Hiltrup

Seit 10 Jahren beteiligt sich die VVN-BdA Münster an einem Gedenken für Zwangsarbeiter*innen in Hiltrup:

Normalerweise wird am sog. Volkstrauertag zunächst der deutschen Opfer des Krieges und dabei in erster Linie der gefallenen Soldaten gedacht. Leider passiert es dabei immer wieder das Täter und Opfer miteinander verschwimmen.

Wir versuchen ein alternatives Gedenken, indem wir uns auf die Menschen besinnen, die von Anfang an Opfer des von Deutschland ausgelösten Krieges waren. Menschen, die nicht „nur“ vom Krieg überrannt, sondern die auch noch in ein fremdes Land verschleppt wurden. Wir laden euch ein: Kommt, beteiligt euch an diesem „Alternativen Volkstrauertag“ in Hiltrup!

Anschließend besuchen wir die Gräber der Zwangsarbeiter_innen auf dem Friedhof um dort Blumen niederzulegen. Einladung zum „Alternativen Volkstrauertag“! weiterlesen »

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