Euthanasie in Hadamar

29. September 2011

Ausstellung zur Euthanasie im NS-Staat

30.09.2011

08.-30.09.2011

Euthanasie in Hadamar

Ausstellung zur Euthanasie im NS-Staat

Freitag, 30. September 2011, 09-16.00 Uhr

Landeshaus des LWL, Freiherr-vom-Stein-Platz 1, Münster

Die Ausstellung ist vom 08. bis 30.09.2011 täglich von 09-16.00 Uhr im Foyer des Landeshauses des Landschaftsverbandes Westfalen Lippe zugänglich. Sie verdeutlicht das Geschehen in den hessischen Fürsorgeeinrichtungen in den Jahren von 1933 bis 1945 unter Hinweis auf die Aspekte der nationalsozialistischen Vernichtungspolitik. Opfer wurden auch Menschen aus unserer Region.

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Freitag, 30. September 2011, 09-16.00 Uhr Landeshaus des LWL, Freiherr-vom-Stein-Platz 1, Münster Die Ausstellung ist vom 08. bis 30.09.2011 täglich von 09-16.00 Uhr im Foyer des Landeshauses des Landschaftsverbandes Westfalen Lippe zugänglich. Sie verdeutlicht das Geschehen in den hessischen Fürsorgeeinrichtungen in den Jahren von 1933 bis 1945 unter Hinweis auf die Aspekte der nationalsozialistischen Vernichtungspolitik. Opfer wurden auch Menschen aus unserer Region.

Auf dem Weg der Inklusion

26. September 2011

Vortrag und Diskussion mit Doris Langenkamp

27.09.2011

Auf dem Weg der Inklusion

Vortrag und Diskussion mit Doris Langenkamp

Eine Veranstaltung zur Ausstellung zur Euthanasie im NS-Staat im Landeshaus des LWL.

Dienstag, 27. September 2011, 19:30 Uhr

Stadtbiliothek Münster, Alter Steinweg 11, Zeitungslesesaal

Inklusion – die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben für Menschen mit Behinderungen – ist seit einigen Jahren das erklärte Ziel in Politik und sozialer Arbeit. Der Weg der Inklusion bietet für alle Beteiligten viele Möglichkeiten, aneinander zu wachsen und voneinander zu lernen. Er ist jedoch auch verbunden mit Risiken. Von der Praxis gelebter Inklusion, den Chancen und besonderen Aufgaben handelt dieser Vortrag. Doris Langenkamp ist Vorsitzende der Lebenshilfe Münster und Mitglied im Bundesvorstand der Lebenshilfe. Sie ist Diplom-Sozialpädagogin und Mutter eines Sohnes mit Behinderung.

Eintritt? 2,- Euro pro Person

Dienstag, 27. September 2011, 19:30 Uhr Stadtbiliothek Münster, Alter Steinweg 11, Zeitungslesesaal Inklusion – die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben für Menschen mit Behinderungen – ist seit einigen Jahren das erklärte Ziel in Politik und sozialer Arbeit. Der Weg der Inklusion bietet für alle Beteiligten viele Möglichkeiten, aneinander zu wachsen und voneinander zu lernen. Er ist jedoch auch verbunden mit Risiken. Von der Praxis gelebter Inklusion, den Chancen und besonderen Aufgaben handelt dieser Vortrag. Doris Langenkamp ist Vorsitzende der Lebenshilfe Münster und Mitglied im Bundesvorstand der Lebenshilfe. Sie ist Diplom-Sozialpädagogin und Mutter eines Sohnes mit Behinderung. Eintritt? 2,- Euro pro Person

Euthanasie in Hadamar – Führung durch die Ausstellung

25. September 2011

26.09.2011

Euthanasie in Hadamar – Führung durch die Ausstellung

Öffentliche Führung durch die Ausstellung zur Euthanasie im NS-Staat im Landeshaus des Landschaftsverbandes Westfalen Lippe. Treffpunkt ist vor dem Haupteingang des Landeshauses.

Montag, 26. September 2011, 15.00 Uhr

Landeshaus des LWL, Freiherr-vom-Stein-Platz 1, Münster

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Montag, 26. September 2011, 15.00 Uhr Landeshaus des LWL, Freiherr-vom-Stein-Platz 1, Münster

Euthanasie in Hadamar

24. September 2011

Ausstellung zur Euthanasie im NS-Staat

25.09.2011

n o c h _ b i s _ z u m _ 3 0. S e p t e m b e r !

Euthanasie in Hadamar

Ausstellung zur Euthanasie im NS-Staat

Die Wanderausstellung des LWV Hessen wurde vom Bündnis Münster gegen Nazis nach Münster geholt. Hierzu hat sich ein Trägerkreis gebildet.

Sonntag, 25. September 2011, 09-16.00 Uhr

Landeshaus des LWL, Freiherr-vom-Stein-Platz 1, Münster

Die Ausstellung ist vom 8. September bis zum 30. September im Foyer des Landeshauses des Landschaftsverbandes Westfalen Lippe zu den normalen Öffnungszeiten (9-16 Uhr) zugänglich. Sie verdeutlicht das Geschehen in den hessischen Fürsorgeeinrichtungen in den Jahren von 1933 bis 1945 unter Hinweis auf die Aspekte der nationalsozialistischen Vernichtungspolitik. Opfer wurden auch Menschen aus unserer Region.

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Sonntag, 25. September 2011, 09-16.00 Uhr Landeshaus des LWL, Freiherr-vom-Stein-Platz 1, Münster Die Ausstellung ist vom 8. September bis zum 30. September im Foyer des Landeshauses des Landschaftsverbandes Westfalen Lippe zu den normalen Öffnungszeiten (9-16 Uhr) zugänglich. Sie verdeutlicht das Geschehen in den hessischen Fürsorgeeinrichtungen in den Jahren von 1933 bis 1945 unter Hinweis auf die Aspekte der nationalsozialistischen Vernichtungspolitik. Opfer wurden auch Menschen aus unserer Region.

Die Polizei in Dortmund: In Treue fest an der Seite der Nazis.

geschrieben von KL

4. September 2011

Zahlreiche MünsteranerInnen beteiligten sich am Samstag an den Protesten gegen den Naziaufmarsch in Dortmund. Sie haben die Vielfalt des Protestes und den politischen Rückhalt in der Dortmunder Bevölkerung erlebt und werden sich angesichts der Berichterstattung in der Presse verwundert die Augen reiben. Der nazifreundliche Polizeieinsatz findet hier seine skandalöse Fortsetzung. Eine solche Diskrepanz zwischen Realität und Pressedarstellung ist erschreckend. Hier eine erste Einschätzung des Bündnisses „Dortmund stellt sich quer“.

Zunächst das Offensichtliche: Es ist weder uns, noch alerta, noch Dortmund nazifrei gelungen, den Naziaufmarsch zu verhindern. Trotz einer bislang noch nicht dagewesenen politischen Stimmung gegen den Naziaufmarsch hat die Polizei in Dortmund unter Missachtung des Verhältnismäßigkeitsgebotes den Nazis den Weg freigemacht.

Die Polizei in Dortmund hat in Fortsetzung ihrer jahrelangen Tradition den Nazis gegenüber auf Verständnis und den AntifaschistInnen gegenüber auf Eskalation gesetzt. Umso höher ist das stundenlange Engagement der antifaschistischen AktivistInnen zu werten, die trotz Knüppel, Pfefferspray und Wasserwerfern über Stunden die Rote Zone belagert haben, an einzelnen Stellen eindringen konnten und an zwei Stellen Blockaden errichtet und dadurch den Naziaufmarsch verzögert haben. Zugleich prägten lautstarke antifaschistische Demonstrationen stundenlang die Umgebung der Roten Zone.

Wir werten es als Erfolg unserer Struktur, mit mehr als 100 Menschen eine die Polizei überraschende Blockade auf der Naziroute organisiert zu haben. Hieran wollen wir anknüpfen und diese Fähigkeiten verbessern. Dazu gehört auch, dass wir weiter trainieren wollen, um noch koordinierter agieren zu können. Zugleich bekräftigen wir, dass wir keine AktivistInnen verheizen wollen – die offene Gewalt der Polizei setzt uns derzeit Grenzen.

Besonders freuen wir uns darüber, dass mit Dortmund Nazifrei ein weiterer Akteur aufgetreten ist, der mit Dortmunder BürgerInnen eine wirkungsvolle Blockade organisiert hat. Das lässt für einen etwaigen erneuten Naziaufmarsch hoffen, dass sich dann noch mehr Menschen aus unterschiedlichen Spektren an Blockaden beteiligen werden.

Für die Nazis ist dieser Tag zweigeteilt: Einerseits haben sie mit der Polizei in Dortmund eine willfährige Partnerin, die ihre Angriffe in den Wochen vor dem Aufmarsch weder verhindert noch verfolgt hat und ihnen am 3.9. den Weg freigeprügelt hat. Andererseits sind ihre eigenen Mobilisierungskräfte weiter geschwunden, ihr Klientel weiß mittlerweile, dass Dortmund aufgrund antifaschistischer Aktivitäten keinen Triumphmarsch für Nazis bietet.

Wir werden in den nächsten Wochen diskutieren, wie wir mit dieser Situation umgehen werden und sind an den Rückmeldungen der AktivistInnen interessiert. Unsere Solidarität gilt den Verletzten und den von Strafverfahren bedrohten – meldet euch, wir lassen niemanden allein!

Den „Na­tio­na­len An­ti­kriegs­tag“ am 3. Sep­tem­ber 2011 in DO ver­hin­dern!

1. September 2011

Dort­mund stellt sich quer! Sie wer­den nicht durch­kom­men!

02.09.2011

A U F R U F

Den „Na­tio­na­len An­ti­kriegs­tag“ am 3. Sep­tem­ber 2011 in DO ver­hin­dern!

Dort­mund stellt sich quer! Sie wer­den nicht durch­kom­men!

Die VVN/BdA Münster veröffentlicht hier die Aurufe der beiden Dortmunder Bündnisse „Dortmund stellt sich quer“ und „Alerta!-Bündnis“ zu den geplanten Nazi-Aktionen Anfang September:

Zum 7. Mal in Folge wol­len Neo­fa­schis­ten an­läss­lich des An­ti­kriegs­ta­ges durch Dort­mund mar­schie­ren. Für den 3. Sep­tem­ber mo­bi­li­sie­ren sie eu­ro­pa­weit in die Ruhr­ge­biets­me­tro­po­le. Nach dem wie­der er­folg­reich ver­hin­der­ten Marsch durch Dres­den gilt der so ge­nann­te „Na­tio­na­le An­ti­kriegs­tag“ in Dort­mund als einer der wichtig­sten Auf­mär­sche der deut­schen Neo­na­zis.

Dort­mund hat sich in den ver­gan­ge­nen Jah­ren zu einer Hoch­burg mi­li­tan­ter Neo­na­zis ent­wi­ckelt. Bru­ta­le Über­grif­fe auf Mi­gran­tIn­nen und linke Ju­gend­li­che, auf Ge­werk­schaf­te­rIn­nen und po­li­tisch ak­ti­ve Men­schen, auf al­ter­na­ti­ve Buch­lä­den und auf Par­tei­bü­ros, auf Knei­pen und Ver­an­stal­tun­gen, auf Woh­nun­gen von An­ti­fa­schis­tIn­nen gehen wei­ter und neh­men an Bru­ta­li­tät zu.

Freitag, 02. September 2011, 19:00h Vor­a­bend­de­mo gegen Krieg und Fa­schis­mus in Dort­mund

Start: Dort­mund-ZOB (di­rekt am Haupt­bahn­hof)

Zu den Blockaden am Samstag, den 3. Sep­tem­ber 2011 gibt es in Kürze nä­he­re Infos!

Der An­ti­kriegs­tag ge­hört uns! Be­tei­ligt Euch an den De­mons­tra­tio­nen und Blo­cka­den! Wenn Nazis mar­schie­ren, ist Wi­der­stand Pflicht!

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Freitag, 02. September 2011, 19:00h Vor­a­bend­de­mo gegen Krieg und Fa­schis­mus in Dort­mund Start: Dort­mund-ZOB (di­rekt am Haupt­bahn­hof) Zu den Blockaden am Samstag, den 3. Sep­tem­ber 2011 gibt es in Kürze nä­he­re Infos! Der An­ti­kriegs­tag ge­hört uns! Be­tei­ligt Euch an den De­mons­tra­tio­nen und Blo­cka­den! Wenn Nazis mar­schie­ren, ist Wi­der­stand Pflicht!

Auschwitz Album

11. August 2011

http://www1.yadvashem.org/exhibitions/album_Auschwitz/mutimedia/index.HTML „beein-drückende“ Website!

siehe LINKS unter „…Erinnerungsarbeit“!

Bunt statt Braun! Bad Nenndorf, 6. August 2011

5. August 2011

06.08.2011

Bad Nenndorf ist bunt

Bunt statt Braun! Bad Nenndorf, 6. August 2011

Die VVN/BdA Münster fordert Euch auf, Euch an den folgenden Kungebungen und Demos in Bad Nenndorf zu beteiligen! Bitte unterstützt das „Bündnis gegen Rechtsextremismus“ gegen den braunen Sumpf in Schaumburg-Lippe und Umgebung!

Samstag, 06. August 2011, 10:30 Uhr

Start der Demo mit Kundgebung in der Bornstrasse: „Den Nazis entgegentreten!“

Freitag, 5. August 2011 – Wincklerbad/Bahnhofstraße: 14:00 Uhr * – Treffen zur Vorbereitung: Bad Nenndorf zeigt bunt! 18:00 Uhr * – Kundgebung: Einstehen gegen Rechts

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Samstag, 06. August 2011, 10:30 Uhr Start der Demo mit Kundgebung in der Bornstrasse: „Den Nazis entgegentreten!“ Freitag, 5. August 2011 – Wincklerbad/Bahnhofstraße: 14:00 Uhr * – Treffen zur Vorbereitung: Bad Nenndorf zeigt bunt! 18:00 Uhr * – Kundgebung: Einstehen gegen Rechts

DO-Hacheney: Überfall mit tödlichen Waffen

28. Juli 2011

Wir veröffentlichen hier einen Artikel, der die katastrophale Situation in Dortmund im Vorfeld der geplanten Nazi-AufmÄrsche zum „Anti-Kriegstag“ Anfang September vor Augen führt. Wieder werden die Sympathien der Dortmunder Polizei für Neonazis und die Vorbehalte gegenüber Antifaschisten sehr deutlich.In der Nacht zum Freitag, dem 29. Juli, haben Dortmunder Neonazis in Hacheney eine Gruppe AntifaschistInnen überfallen…

DO-Hacheney: Überfall mit tödlichen Waffen

In der Nacht zum Freitag, dem 29. Juli, haben Dortmunder Neonazis in Hacheney eine Gruppe AntifaschistInnen überfallen. Gegen 2:45 Uhr bemerkte die Gruppe den Kleinbus der Dortmunder Nazis, einen VW mit dem Kennzeichen DO-UC-7875, der mit Schrittgeschwindigkeit an ihnen vorbeifuhr. Als die Neonazis eine der Personen als Antifaschisten erkannten, wendeten sie und sprangen mit Sturmmasken vermummt und Hiebwaffen in der Hand aus dem VW-Bulli. Fünf Neonazis griffen die AntifaschistInnen mit Baseballschägern, Pfefferspray, mitgeführten Steinen und Flaschen sowie mindestens einem Messer an, wobei von den Neonazis unter anderem die Drohung “Jetzt bist du dran, ich stech dich ab!” ausgesprochen wurde. Während des etwa sechsminütigen Angriffs holten die Nazis immer wieder Flaschen und Steine aus dem Wagen, der für den Nachschub quer auf der Straße rangiert stand.

Täter aus dem Kreis der örtlichen “Kameradschaft”

Beteiligt an dem Überfall waren bekannte Neonazis aus Dortmund, von denen einige von den Opfern wiedererkannt und namentlich identifiziert werden können. Mindestens einer der als Täter identifizierten Neonazis musste bereits wegen ähnlicher Überfälle eine Haftstrafe absitzen. Der VW-Bulli gehört als Kameradschaftswagen” der neonazistischen Gruppierung “Nationaler Widerstand Dortmund” um die „Autonomen Nationalisten“. “Dieser türkisfarbene Bulli wird von den Dortmunder Neonazis regelmäßig als Lautsprecherwagen bei Aufmärschen eingesetzt. Es ist also eindeutig, aus welcher Personengruppe der Überfall organisiert wurde”, so Hannah Piehl, Pressesprecherin des Dortmunder Antifa-Bündnisses. Im Rahmen des so genannten “nationalen Antikriegstags” führen die Dortmunder Neonazis im Vorfeld Aktionswochen durch, in denen sie durch besonders viele Aktivitäten Aufmerksamkeit erregen wollen. Die Suche nach Auseinandersetzungen mit politischen Gegnerinnen ist systematisch geplant und kein Zufall – und so ist auch die Bewaffnung zu verstehen.

Fehlverhalten der Polizei

Die Angegriffenen riefen die Polizei zur Hilfe und konnten die Neonazis auf Distanz halten. Die Notrufzentrale der Polizei konnte den Angriff am Telefon verfolgen. Der ca. 2 Minuten nach Ende des Angriffs eintreffenden Polizei war es offensichtlich nicht möglich, den Fluchtwagen der Nazis zu stellen.

Was sich im Folgenden abspielte, kann nur als neuerlicher Polizeiskandal bezeichnet werden. Die AntifaschistInnen wurden von der Polizei nicht etwa als ZeugInnen vernommen, dringender erschien es den Einsatzkräften sie als Verdächtige einer Ornungswidrigkeit zu behandeln, da im Umfeld zwei Plakate mit der Aufschrift “No Nazis” entdeckt worden seien. Als die inzwischen eingetroffene Mutter eines Betroffenen sich bemühte, dahingehend klärend zu intervenieren, wurde sie von den Beamten festgenommen und mit Handschellen in ein Polizeiauto gesetzt.

“Hier offenbart sich wieder einmal das fahrlässige Fehlverhalten der Dortmunder Polizei”, resümiert Piehl. Und weiter: “Wer von Nazis überfallen wird, ist bei der Dortmunder Polizei Grundsätzlich erst einmal verdächtig, Straftäter zu sein. Offenbar war den Beamten hier die Verfolgung einer Ordnungswidrigkeit wichtiger als ein erneuter Mordversuch durch Dortmunder Neonazis.”

Fahrradtour zu den Stätten des Grauens in Münster

16. Juli 2011

Am Samstag, den 17.07.2011 fanden sich gut 20 Teilnehmer_innen am Ludgeriplatz zusammen, um eine Fahrradtour der besonderen Art zu begehen.

In Münster gibt es Plätze und Straßennamen von Tätern und Mitläufern der Naziverbrechen; und der Wehrmacht, die die Verbrechen mit begangen hat, werden Denkmäler (Stalingrad…) gesetzt. Die Opfer, sofern sie nicht genehm sind, gehen leer aus. Die Kriegsgefangenen und ZwangsarbeiterInnen wurden durch Arbeit und Hunger umgebracht oder starben bei Bombenangriffen und wurden z.T. nicht mal bestattet. Sie wurden verscharrt oder kamen in Massengräber. Selbst nach Kriegsende wurden sie noch verhöhnt. So steht auf einem Mahnmal auf dem sowjetischen Gräberfeld auf dem Truppenübungsplatz Dorbaum: „…auch ihr Tod ist uns Verpflichtung…“

Die Fahrradtour führte zu folgenden Stätten des Grauens und des Gedenkens und an Gräber als einzige Spur der Erinnerung:

1) Promenadendenkmäler am Ludgeriplatz

a) Das große „Denkmal für die Opfer des Reiches“ beim Boxeraufstand in China (1901). Deutschland nahm für einen Toten zehntausendfache Rache an den Chinesen. (Denkmal wurde 1925 errichtet)

b) kleineres Denkmal für die deutschen Opfer des „Herero-Aufstandes“ (1905-1906) in der Kolonie „Deutsch Südwest-Afrika“ (heute „Namibia“). Von 80.000 Hereros haben nur 2.000 überlebt.

Bei beiden Massakern gab es den Befehl: „Kein Pardon! – Alle niedermachen!“

2) Synagoge

3) Kaiser-Wilhelm-Ring und OSTMARKstraße

4) Fliegerhorst Handorf

5) Sowjetisches, polnisches und englisches Gräberfeld auf dem Friedhof Lauheide

6) Sowjetisches Gräberfeld auf dem Truppenübungsplatz Dorbaum

7) Vermutetes Lager auf dem Truppenübungsplatz Dorbaum

8) ehemaliges Zwangsarbeiter_innenlager Meerwiese an der Kanal-Schleuse

9) Stalingraddenkmal, am Hindenburgplatz gegenüber dem Dt.-Nl. Korps. Inschrift: „Stalingrad – 16. Infantrie-Division – 16. Panzer-Division – 1939-1945“. An diesem Denkmal gab es noch in der 80er-Jahren ein Gedenken der Bundeswehr zu Stalingrad.
Die Veranstaltung sollte mithelfen diese Stätten nicht zu vergessen und sich weiterhin kritisch damit zu beschäftigen.

Eine Forsetzung dieser Radtour findet am 13.11.2011, dem sogenannten „Volkstrauertag“ um 10:30 Uhr in Form eines Stadtrundganges zu Münsters Militärdenkmälern statt. Der Rundgang steht unter dem Thema „Falsche Helden in der Stadt des Friedens“:

Im Schlossgarten steht ein Kriegerdenkmal mit der Inschrift „Ob auch alles um uns sank, lasst uns nicht entarten! Haltet Schwert und Ehre blank! Unsere Toten – warten!“ Das war im Gedenken an den ersten Weltkrieg die Vorbereitung auf den Zweiten.

Anschließend wird es im „F24“ ein Vortrag zu diesem Thema mit anschließdender Diskussion geben.

Start: am ehemaligen Lindenhof, Promenade/Stadtbad Mitte / Abschluss: Kulturkneipe Frauenstr. 24

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