Paris-Boulevard St. Martin No.11 (Lesung & Konzert)

24. September 2014

Aus dem Leben eines jüdischen Antifaschisten und Kommunisten in der Résistance

Am Donnerstag, den 6. November 2014 – 19:30h

Ort: Don Quijote / Krachtz, Nieberdingstr. 8 Silvia Gingold und Joscha Gingold lesen aus dem Buch ihres Vaters und Großvaters mit Klezmer Konzert im Anschluss Peter Gingold (1916-2006) war einer der profiliertesten jüdischen Widerstandskämpfer und Kommunisten in der Bundesrepublik. Unter dem Titel ,,Paris-Boulevard ST. Martin No. 11” erschienen im PapyRossa-Verlag Köln seine autobiographischen Aufzeichnungen, aus denen an diesem Abend gelesen wird. Im Kriegsjahr 1916 wurde Peter Gingold in eine jüdische Familie geboren. Als Jugendlicher erlebte er den aufkommenden Faschismus, den Antisemitismus in Frankfurt/Main, schloss sich der Arbeiterjugendbewegung an und nahm teil am ersten Widerstand gegen das faschistische Hitlerregime. Im Sommer 1933 emigrierte er mit seiner Familie ins Exil nach Paris, erlebte Existenzkampf und die Angst vor Abschiebung der Emigranten. Nach der Besetzung Frankreichs durch die deutsche Wehrmacht schlossen er und seine Frau Ettie sich den Widerstand in den reihen der Résistance an. Peter Gingold wurde verhaftet und es gelang ihm in einer unglaublichen Flucht, den Fängen der Gestapo zu entkommen. Er nahm am Aufstand zur Befreiung von Paris teil und erlebte den 8. Mai 1945 in Turin mit der italienischen Resistenza. Zurückgekehrt nach Deutschland gestaltete er dort den politischen Neuanfang aktiv mit. Doch dann erlebten er und seine Familie fast drei Jahrzehnte erneut Verfolgung, Ausbürgerung und Berufsverbot… Veranstalter: Gruppe B.A.S.T.A. , VVN/Bda Münster & Antifaschistische Linke Münster

ANTIFA Stammtisch immer am 2. Mittwoch im Monat

15. September 2014

Der nächste Antifa-Stammtisch:

Mittwoch, den 08. Oktober 2014 – 20:00h

Ort: Kulturkneipe F24, Frauenstraße 24, Münster. Herzlich Willkommen zum offenen ANTIFA-Stammtisch!

Außerdem:

Am 14.10.2014 – 20:04h: antenne antifa – Magazin der VVN/ BdA

auf: 95,4 MHz / Kabel: 91,2 MHz

Gegen Fremdenfeindlichkeit, Rassismus und Neofaschismus

Das Bürgerfunk-Magazin der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes / Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten (VVN/BdA). Die VVN/BdA sieht ihre Aufgabe darin, mit allen gleichgesinnten Menschen zusammen aktiv gegen Fremdenfeindlichkeit, Rassismus und Neofaschismus aufzutreten, um historische Zusammenhänge deutlich zu machen und die Gefahren für die Demokratie aufzuzeigen. Moderation: wechselnd Ausstrahlung: 2. Dienstag im Monat, 20:04 Uhr Radiowerkstatt: medienforum münster e. V. auf: 95,4 MHz / Kabel: 91,2 MHz / Online-Live-Stream: www.antennemuenster.de

ROCK GEGEN RECHTS in Düsseldorf

29. Juli 2014

Open Air – Festival gegen Faschismus und Rassismus

Am Samstag, den 2. August 2014 – 15 bis 23Uhr

Auf der Ballonwiese (Südpark) in Düsseldorf steigt wieder das KulturSommerfest unter Beteiligung der VVN/BdA NRW. 2013 kamen 2000 Besucher. Herzliche Einladung! Rock gegen Rechts 2014

Weitere Informationen siehe Link

Emil Carlebach zum 100.Geburtstag

4. Juli 2014

Emil Carlebach zum 100. Geburtstag

Emil Carlebach zum 100. Geburtstag

Am 10. Juli 2014 wäre der Antifaschist und ehemalige Buchenwaldhäftling Emil Carlebach 100 Jahre alt geworden. Anlässlich dieses Geburtstages haben Christoph Leclaire und Ulrich Schneider im Auftrag der Lagergemeinschaft Buchenwald-Dora/Freundeskreis eine Dokumentation herausgegeben. Emil Carlebach war des Öfteren auch auf Einladung der VVN-BdA in Münster zu Gast. Die Broschüre ist u.a. über die Lagergemeinschaft zu erhalten (Link). Weitere Infos zum Jubiläum von Emil Carlebach: www.emil-carlebach.de

Polizeigewalt muss Konsequenzen haben!

21. Juni 2014

Aufruf zu Demonstration durch das „Keinen Meter“ Bündnis

Am Freitag, den 4. Juli 2014 – 18:00 Uhr

Gut eine Woche nach Bekanntwerden der erneuten Einstellung des Verfahrens gegen einen Polizisten, der am 3. März 2012 einen jungen Demonstranten schwer verletzt hat (Pressemitteilung vom 12.06.14), ruft das „Keinen Meter“-Bündnis zu einer Demonstration am 4. Juli in Münster auf (PDF Aufruf zur Demo). Das Bündnis will so seinen Forderungen aus der skandalösen Einstellung des Verfahrens um den brutalen Polizeiübergriff an der Stettiner Straße Nachdruck verleihen und seine Solidarität mit den vielen von Polizeigewalt Betroffenen zum Ausdruck bringen.

Demo gegen Polizeigewalt Das „Keinen Meter“-Bündnis will damit ein klares Zeichen setzen, dass Polizeigewalt nicht weiter folgenlos für die Täter_innen bleiben darf. Die Heftigkeit des Angriffs und die Dreistigkeit, mit der Polizei und Staatsanwaltschaft bei der Einstellung des Verfahrens selbst anderslautende gerichtliche Entscheidungen außer Acht gelassen haben, ist schon außergewöhnlich und für uns nicht hinnehmbar.

Der Übergriff auf den jungen Demonstranten soll nicht der alleinige Inhalt der Demonstration sein. Vielmehr sollen auch andere Fälle von Polizeigewalt rund um den Naziaufmarsch am 3. März 2012 beleuchtet und strukturelle Probleme bei Polizei und Staatsanwaltschaft, welche den Nährboden für Polizeigewalt darstellen, thematisiert werden. Wir erleben regelmäßig, mit welcher Härte die Polizei bereit ist, gegen Demonstrationen und Blockaden vorzugehen, um Neonazis die Straße frei zu machen. Es ist endlich an der Zeit, lange bekannte Probleme anzugehen und dafür zu sorgen, dass Polizeigewalt Konsequenzen hat. Dafür wollen wir mit dieser Demonstration einen entschlossenen Anstoß geben.
Start: am Stadthaus I in der Klemensstraße, Münster
Weitere Informationen und Hintergründe

Was war der Nationalsozialistische Untergrund?

21. Juni 2014

Am Mittwoch, den 25. Juni 2014 – 19:30h

Vortrag und Diskussion

Eine Bestandsaufnahme zum NSU-Prozess

Stadt­bü­che­rei Müns­ter | Alter Stein­weg 11Plakat_Internet_150DPI

Seit gut einem Jahr läuft vor dem Ober­lan­des­ge­richt Mün­chen der Pro­zess gegen Beate Zschä­pe und vier mut­maß­li­che Hel­fer aus der Neo­na­zi-​Sze­ne, denen die Be­tei­li­gung an den Mord­ta­ten des „Na­tio­nal­so­zia­lis­ti­schen Un­ter­grunds“ (NSU) vor­ge­wor­fen wird. Der NSU hat die größ­te rechts­ter­ro­ris­ti­sche Mord­se­rie in der Ge­schich­te der Bun­des­re­pu­blik be­gan­gen.

Die Auf­de­ckung der Taten im No­vem­ber 2011 war ein Schock. Schließ­lich konn­ten die Neo­na­zis über Jahre hin­weg von der Öf­fent­lich­keit un­be­merkt und von der Po­li­zei un­ge­stört mor­den. Ihre Taten wur­den nicht als ras­sis­ti­sche An­schlä­ge er­kannt. Eine um­fas­sen­de Auf­klä­rung soll­te unter an­de­rem durch meh­re­re par­la­men­ta­ri­sche Un­ter­su­chungs­aus­schüs­se vor­an­ge­trie­ben wer­den. Trotz zahl­rei­cher neuer In­for­ma­tio­nen ist auch zwei­ein­halb Jahre spä­ter das Bild des NSU-​Kom­ple­xes für Au­ßen­ste­hen­de nicht un­be­dingt über­sicht­li­cher ge­wor­den.

Der Vor­trag bie­tet eine ak­tu­el­le Be­stands­auf­nah­me und zeigt auf, wel­ches Bild des NSU sich heute zeich­net. Es wird ver­sucht, auf ei­ni­ge der vie­len of­fe­nen Fra­gen rund um den Kom­plex Ant­wor­ten zu geben. Dar­über hin­aus wird der Um­gang von Po­li­tik, Jus­tiz und Ge­sell­schaft mit dem „NSU“ im Spe­zi­el­len und Ras­sis­mus im All­ge­mei­nen the­ma­ti­siert.

Die Re­fe­ren­t_in­nen sind Mit­ar­bei­ter_in­nen des „apa­biz – An­ti­fa­schis­ti­sches Pres­se­ar­chiv und Bil­dungs­zen­trum Ber­lin e.V.“ Der Ver­ein be­treibt mit an­de­ren das Pro­jekt „NSU-​Watch“, das sich für eine kon­ti­nu­ier­li­che und un­ab­hän­gi­ge Be­glei­tung des Mün­che­ner Pro­zes­ses ein­setzt. Auf der In­ter­net­sei­te www.​nsu-​watch.​info wer­den Pro­to­kol­le aller Ver­hand­lungs­ta­ge sowie Hin­ter­grund­in­for­ma­tio­nen ver­öf­fent­licht. Kürz­lich wurde das Pro­jekt von der Jury des „Otto Bren­ner Prei­ses“ mit dem „Me­di­en­pro­jekt­preis 2013“ aus­ge­zeich­net.

Die Ver­an­stal­ten­den be­hal­ten sich vor, von ihrem Haus­recht Ge­brauch zu ma­chen und Per­so­nen, die rechts­ex­tre­men Par­tei­en oder Or­ga­ni­sa­tio­nen an­ge­hö­ren, der rechts­ex­tre­men Szene zu­zu­ord­nen sind oder be­reits in der Ver­gan­gen­heit durch ras­sis­ti­sche, na­tio­na­lis­ti­sche, an­ti­se­mi­ti­sche oder sons­ti­ge men­schen­ver­ach­ten­de Äu­ße­run­gen in Er­schei­nung ge­tre­ten sind, den Zu­tritt zur Ver­an­stal­tung zu ver­weh­ren oder von die­ser aus­zu­schlie­ßen.

Quelle und weitere Infos: ALM

„NSU: ..Staat + Nazis Hand in Hand“

21. Juni 2014

Aktion während WM-Spiel Ghana – Schland

Am 21.06.2014 kurz vor dem Anpfiff des Fußballspiels gab es eine „kurze und schmerzlose“ Aktion am sogenannten Kreativkai am Hafen von Münster gegenüber mehrerer Gastronomiebetriebe mit Public Viewing.
NSU Staat und Nazis 012
An einer ehemaligen Verladehilfe aus Beton, dem sogenannten „Elephanten“ wurde ein etwa 4 mal 5 Meter großes Transparent angebracht. Zu sehen ist darauf der Spruch: „NSU: ..Staat + Nazis Hand in Hand“.
NSU Staat und Nazis 2
Der Spruch und die Aktion sollen für sich selber sprechen. Bis jetzt hat es noch niemand entfernt. Vielleicht ja eine Anregung für ähnliche Aktionen…
NSU Staat und Nazis
Hier ein Link zu einer ähnlichen Aktion vom  03.06.2014 in Berlin. Dort wurde im Auftrag der Polizei das Wandbild von einem Beamten der Feuerwehr zerstört. Die Zerstörung durch die Polizei geschah widerrechtlich. Deshalb hatte das „Bündnis gegen Rassismus“ der Polizei Berlin eine Frist bis NSU Staat und Nazis 014
zum 06.06.2014 um 18 Uhr gesetzt, das beschädigte Wandbild wieder in den Ursprungszustand zurückzuversetzen.
Hier noch zwei Artikel von WN-Online dazu: LINK LINK

Antifaschistischer Widerstand von Frauen (1933-1945)

15. Juni 2014

am Beispiel Klara Schabrod

Vortrag und Buchvorstellung mit anschließender Diskussion

Am 23. Juni 2014 um 19 Uhr

Institut für Theologie und Politik, Friedrich-Ebert.Str. 7, 48153 Münster

Die Historikerin und Feministin Mareen Heying wird ihr neues Buch über
Klara Schabrod vorstellen. Die Kommunistin Klara Schabrod, geborene
Matthies, (1903–1999) schrieb ihrem Verlobten Karl Schabrod (1900–1981)
über zehn Jahre lang Briefe ins Zuchthaus, nachdem er 1934 zu
lebenslanger Freiheitsstrafe verurteilt worden war. Sie berichtete über
das unmittelbar Erlebte, über ihre persönliche Entwicklung, ihre Sorgen,
über den Krieg und seine Folgen. Ihre Briefe geben einen intensiven
Einblick in den Alltag der Antifaschistin während des Dritten Reichs.
Zugleich sind diese Zeitzeugnisse ein Spiegel für die Beziehung des
Paares, die mehr als ein Jahrzehnt nur über Briefe gelebt werden konnte.
Einführend spricht die Autorin über die Rolle von Frauen im
antifaschistischen Widerstand gegen den Nationalsozialismus in Deutschland.

Zeitzeugengespräche der VVN BdA

19. Mai 2014

Anlässlich des Tages der Befreiung von Krieg und Faschismus…

…weisen wir auf unsere dokumentierten Zeitzeugengespräche hin, die Sie über folgenden link erreichen: http://www.muenster.org/vvn-bda/zeugen.htm

Besonders möchten wir auf folgende drei Zeitzeugen-Dokumente aufmerksam machen:

Peter Gingold

Widerstandskämpfer in der Résistance

Zeitzeugengespräch in Münster am 6. Dezember 2000

Otto Wiesner

Widerstandskämpfer und ehemaliger Häftling der KZ Sachsenhausen und Mauthausen: „Ohne Solidarität hätte ich nicht überleben können!“

Zeitzeugengespräch in Münster am 8. Mai 2001

Ludwig Baumann

Wehrmachtsdeserteur, Träger des Aachener Friedenspreises
Zeitzeugengespräch in Münster am 17. November 2001

ANTIFA Stammtisch

14. Mai 2014

Mittwoch, den 14. Mai 2014 – 20:00 Uhr

Ort: Kulturkneipe F24, Frauenstraße 24, Münster

Herzlich Willkommen zum offenen ANTIFA-Stammtisch im Mai! – Es steht eine Nachbetrachtung zum 8. Mai, das aggresssive Auftreten der AfD im Wahlkampf in Münster und eine Kooperationsanfrage auf dem Programm.

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